Abschied von Dr. Denis Mukwege und dem Kongo

Wir verabschieden uns noch von Dr. Denis Mukwege. Seine nächste Reise steht an. Wie er diese Belastung nur aushält. Friedensnobelpreisträger, Chefarzt, Familienvater und dabei mit der ständigen Bedrohung und Angst leben. Aber dann ist er einfach da, um sich um die Frauen und Kinder zu kümmern. Bei den Andachten am Morgen wird es ganz deutlich, wo er seine Kraft hernimmt. Die Frauen, die hier singen und beten, motivieren ihn weiterzumachen. „Ich hatte gehofft, dass sich mit dem Friedensnobelpreis etwas ändert, dass ich mich wieder frei hier bewegen kann. Aber es hat sich nichts geändert, ich bin nach wie vor ein Gefangener in meinem Land.“ Er wird weiter rund um die Uhr von der UN bewacht und kann sich ohne Polizeischutz nicht bewegen. Ich bete für ihn und seine Frau, die jeden Tag in dieser ungeheuren Belastung leben müssen.

„Bitte macht weiter mit der Resolution“, so seine Bitte zum Abschied. „Deutschland wird gehört, Ihr könnt etwas bewegen und Ihr müsst es tun“, so gehen wir auseinander. Wir wollen ihn und diese wichtige Arbeit auch weiter unterstützen.

Ebenso fordern wir die UN auf, ihr Mandat zu erweitern, eingreifen und für Frieden zu sorgen. Auch muss der kongolesische Staat endlich aktiv werden und seine Verantwortung übernehmen! Solange der Bürgerkrieg andauert und die Menschen auf der Flucht sind, ist es trotz neuer Medikamente schwierig, die Ebola in den Griff zu bekommen.

Dann geht es für uns wieder Richtung Heimat. Es bleibt viel zu tun.
Helfen Sie mit und unterstützen Sie uns und unsere Partner beim Aufbau einer nachhaltigen und fairen Gesundheitsversorgung für alle Menschen in vernachlässigten Regionen und Ländern: www.difaem-spenden.de

Jede Spende kommt dort an, wo sie gebraucht wird!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Autor: Gisela Schneider

Dr. Gisela Schneider ist die Direktorin des Difäm. Hier bloggt sie über ihre Reise in den Kongo, ihre Zusammenarbeit mit Dr. Denis Mukwege und die Präventionsarbeit im Kampf gegen Ebola.

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